Gewaltfreie Kommunikation (GfK)

Mit „Gewaltfreier Kommunikation“ Verbindung schaffen und Konflikte lösen

Mit der „Wertschätzenden Kommunikation“ (auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg) – auch „Gewaltfreie Kommunikation“, die „Sprache des Herzens“ oder auch „Giraffensprache“ genannt – können wir lernen wieder mehr auf unser Herz zu hören. Wir schaffen eine ehrliche Verbindung zu uns selbst und zu anderen. Wir lernen, uns und andere bewusster wahrzunehmen, fassen dies in die richtigen Worte und schaffen so eine wertschätzende Beziehung zueinander. Wir wechseln vom „nett sein“ zum „ehrlich und authentisch sein„. Auf der anderen Seite führen unsere Worte oft auch zu Verletzung und Leid – bei uns selbst und bei anderen. Die wertschätzende Kommunikation hilft uns bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks und unserer Art zuzuhören. Aus automatischen und gewohnheitsmäßigen Reaktionen werden bewusste Antworten. So ist es dann auch möglich in schwierigen Situationen mit Wertschätzung und Achtung sich selbst und anderen gegenüber im Gespräch zu bleiben. Beziehungen verbessern sich und steigern somit das Wohlbefinden und die Lebensqualität.

Basis ist die von Marshall Rosenberg entwickelte „Gewaltfreie Kommunikation“. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch die gleichen Bedürfnisse hat,  wie z.B. Nahrung, Sicherheit, Unterkunft, Wohlbefinden, Empathie, Liebe, Erholung, Autonomie, Sinn etc., das Menschen jedoch verschiedene Strategien haben, sich diese Bedürfnisse zu erfüllen. Jedes Verhalten ist dementsprechend der mehr oder weniger gelungene Versuch, ein Bedürfnis zu erfüllen. Weiterhin geht sie davon aus, dass jeder Mensch von Natur aus gewaltfrei und auf gute Verbindungen ausgerichtet ist. Von daher ist es Ziel, diese Bedürfnisse durch Zusammenarbeit oder anders ausgedrück durch einfühlsame Verbindung statt durch aggressives Verhalten bzw. Anpassung zu erfüllen.

Der Ablauf

Die Gewaltfreie Kommunikation wird in Workshops, Seminaren, als Empathiesitzungen (Einzelsitzungen) oder als Mediation und somit Klärungshilfe angeboten.

In meinen Coachings nutze ich u.a. Übungen auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation.  Infotage und Übungsgruppen auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation findet ihr bei den Terminen.

Weitere Trainer in Ihrer Nähe finden Sie hier:

Gewaltfreie Kommunikation Deutschland:
https://www.gewaltfrei.de/gk802/0417963.php?1=14&2=0

Gewaltfreie Kommunikation Dachverband (D/CH/AU):
https://www.gewaltfrei-dach.eu/mitglieder.php

 

Die Entstehung

Marshall B. Rosenberg (1934-2015) war promovierter Psychologe und lebte in den USA. Er war Gründer und Mitglied des Board of Directors des gemeinnützigen Center for Nonviolent Communication und international tätiger Mediator. Er hat das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), englisch Nonviolent Communication (NVC), entwickelt. 1984 gründetet er das gleichnamige Zentrum (www.cnvc.org), eine gemeinnützige Organisation deren Vision eine Welt ist, in der die Bedürfnisse aller Menschen auf friedliche Weise erfüllt werden.

Seine Arbeit ist u.a. von den Erkenntnissen seines Lehrers Carl Rogers aus der klientenzentrieren Gesprächstherapie und Überlegungen Gandhis zur Gewaltfreiheit beeinflusst. Er selbst sagt, dass sein Konzept nichts Neues beinhalte: „Alles was in die gewaltfreie Kommunikation integriert wurde, ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Es geht also darum, uns an etwas zu erinnern, das wir bereits kennen – nämlich daran, wie unsere zwischenmenschliche Kommunikation ursprünglich gedacht war.“ Interessant hierzu auch das Interview mit M. Rosenberg:

Interview mit Marshall Rosenberg (pdf-Datei, 220 kb)

Über sich selbst und die Ursprünge seiner Arbeit sagt er:

„Weil ich glaube, dass die Freude am einfühlsamen Geben und Nehmen unserem natürlichen Wesen entspricht, beschäftige ich mich schon viele Jahre meines Lebens mit zwei Fragen: Was geschieht genau, wenn wir die Verbindung zu unserer einfühlsamen Natur verlieren und uns schließlich gewalttätig und ausbeuterisch verhalten? Und umgekehrt, was macht es manchen Menschen möglich, selbst unter den schwierigsten Bedingungen mit ihrem einfühlsamen Wesen in Kontakt zu bleiben?

Ich begann, mich mit diesen Fragen in meiner Kindheit, während des Sommers 1943 zu beschäftigen, als unsere Familie nach Detroit, Michigan, umzog. In der zweiten Woche nach unserer Ankunft brach wegen eines Zwischenfalls in einem Park ein Rassenkrieg aus. Mehr als vierzig Menschen wurden in den nächsten Tagen getötet. Unser Viertel lag im Zentrum der Gewalt, und wir sperrten uns drei Tage lang zu Hause ein. Nachdem der Rassenkrawall zu Ende war und die Schule wieder anfing, entdeckte ich, dass ein Name genauso gefährlich sein kann wie eine Hautfarbe. Als der Lehrer bei der Anwesenheitskontrolle meinen Namen aufrief, starrten mich zwei Jungs an und zischten: „Bist du ein ‚kike’?“ Ich hatte dieses Wort noch nie gehört und wusste nicht, dass es eine abfällige Bezeichnung für Juden ist. Nach der Schule warteten die beiden auf mich. Sie warfen mich zu Boden, traten und verprügelten mich.“

Rosenberg ist überzeugt, dass die Art und Weise unseres Sprechens eine entscheidende Rolle bei unserer Fähigkeit spielt, einfühlsam zu bleiben.

„Seitdem habe ich einen spezifischen Zugang zur Kommunikation entdeckt – zum Sprechen und zum Hören -, der uns dazu führt, von Herzen zu geben, indem wir mit uns selbst und mit anderen auf eine Weise in Kontakt kommen, die unser natürliches Einfühlungsvermögen zum Ausdruck bringt. Ich nenne diese Methode Gewaltfreie Kommunikation und benutze den Begriff Gewaltfreiheit im Sinne von Gandhi: Er meint damit unser einfühlendes Wesen, das sich wieder entfaltet, wenn die Gewalt in unseren Herzen nachlässt. Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als ‚gewalttätig’, dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid – bei uns selbst oder bei anderen.“

Seit mehr als drei Jahrzehnten bietet er seine Seminare überall in der Welt an, sein Konzept wird inzwischen angewandt in Familien, Schulen, in Therapie, Psychotherapie und Beratung, Organisationen und Firmen und bei diplomatischen und geschäftlichen Verhandlungen. Selbst in den Krisen- und Kriegsgebieten greift man auf Rosenberg zurück, um gewaltfreie Kommunikation, selbst zwischen verfeindeten Volksgruppen, zu fördern (z. B. in Israel, Palästina, Ruanda und Kroatien). So haben 1994 serbische Pädagoginnen und Psychologen, unterstützt von Unicef, ein dreibändiges Werk zum Erlernen gewaltfreier Kommunikation nach Rosenbergs Methode für Kindergärten und Schulen entwickelt.

 

 

 

 

Manuela Eichhorn-Staudt

Synergetik-Coach
Kommunikationstrainerin

Telefon: 06151 429137
E-Mail: info@manuela-eichhorn-staudt.de

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